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Paul Hoorn & Andreas Zöllner Ich was not yet in Brasilien - Premiere März 2006
"Für alle, die es rau mögen" Nein, einem herkömmlichen Schönheitsideal entsprechen die Stimmen von Paul Hoorn und Andreas Zöllner wahrlich nicht. Konventionellen Wohlklang darf man von ihnen nicht erwarten, ungebärdig Raues dafür um so mehr. ... Es ist radikaler Verzicht auf jeglichen Hochglanz und auf überflüssige Modernismen. Absage an Zuhörer, die durch die Flachheit des unterhaltungsmusikalischen Tagesgeschäfts eingelullt werden möchten. Nicht die abgegriffenen Floskeln des Mainstream dominieren, nicht einmal die Musik macht die Wirkung dieser Programme aus. Hoorn und Zöllner begeben sich gemeinsam mit dem Publikum auf einen abenteuerlichen Weg, der kein eindeutig definiertes Ziel hat, es sei denn, man wollte wieder einmal den Weg als Ziel verstehen. Auch das neue Programm mit dem von Ernst Jandl entlehnten Titel „Ich was not yet in Brasilien“, das jetzt im Societaetstheater Premiere hatte folgt diesem selbstgewählten ästhetischen Grundmuster. Das bedeutet zugleich, dass die Protagonisten auf zwei Dinge setzen: die Kraft der Texte und die Kraft der Expressivität der Interpretationen. Zentraler Gegenstand ist eine virtuelle Sommerreise ... Das läuft nicht immer geradeaus und ist auch weniger komplett tiefschürfend, es gibt auch pure Sprachakrobatik im Stile Jandls oder Friedrich Hollaenders. Vieles ist von den Großen des Metiers übernommen, von Jaques Brel, Georges Moustaki, Rio Reiser oder André Heller. Und trotz des Verzichts auf Hochglanz ist bei vielen Titeln schon nach wenigen Takten eine intensive Stimmung im kleinen Saal des Theaters. ... Peter Zacher Dresdner Neueste Nachrichten, 4./5. März 2006 |
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